Berlin-Usedom-Radweg.

Schon in der Stadt verfahren. Kirschen vom Baum pflücken. Frisches Kiefernholz riechen. Erdbeereisbecher. Abendessen am See. Den Steg an Schwäne verlieren. Vom Donner über dem Kopf wach werden. Vom Fuchs das Frühstück aus dem Vorzelt klauen lassen. Auf einsamen Straßen gegen einsame Mülltonnen fahren. Kaputtlachen. Grashalme kauen. Apfelsaft trinken aus Flaschen ohne Etiketten. Lustige Pferdelippen füttern. Gulaschsuppe im geschlossenen Lokal. Abends nackt im See baden. Lagerfeuer aus feuchtem Holz zaubern. Morgens nackt im See baden. Erdbeerschnitten finden. Sich von einer erfahrenden Frau zur Knacker zum Mitnehmen überreden lassen. Johannisbeeren aus dem Fahrradkorb naschen. Johannisbeeren über die Promenade einer brandenburgischen Kleinstadt verteilen und große Aufmerksamkeit verursachen. Farbe bekommen. Wein unter einer Linde trinken. Lindenblüten riechen. Im Heu schlafen. Beim ersten Kontakt mit der vorpommerschen Herzlichkeit weiche Knie bekommen. Einen Fährmann anrufen. Gummibärchen geschenkt bekommen. Einen versteckten Zeltplatz suchen. Im Kornfeld schlafen. Erdbeerbowle. Fischbrötchen. Vodka am Strand. Neben den Dünen schlafen. Das Meer rauschen hören. Geburtstagskuchen auf dem Zeltplatz verschlingen. Den Duft von Hagebuttenblüten wiederentdecken. Freundschaft.


Kategorie: schriftstück 3 mal Gerede »

3 mal Gerede zu “Berlin-Usedom-Radweg.”

  1. PickiHH

    Hach. Toll!

  2. claudi

    <3

  3. Berlin – Usedom auf dem Rad | immer um berlin rum

    [...] @da_niesel ist kürzlich mit dem Rad von Berlin nach Usedom gefahren. Übernachtet haben sie in Zelt und Heuschobern. Ob sie dabei im Stromtal oder an der [...]


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