19. April 2009 - 09:39 Uhr

Umhängetaschentypen schlürfen über Kopfsteinpflaster und ihren Kaffee aus mitgebrachten Pappbechern. Montagmorgen ist Afterhour im Bang Bang Club. Vielleicht haben sich die Macher des Clubs bei der Namensfindung am Takt der S-Bahn orientiert, die hier laut über die Brücke rattert. Zwischen den Stützpfeilern verfangen sich die montäglichen Realitätsflüchtigen im Bass. Liebeslieder haben andere Melodien. Hier dröhnt der Dreck. Er kommt gern her, wippt unter den Feiernden vor dem Club und ist doch nicht dabei. Er sehnt sich mitten hinein, aber bleibt auf seinem Platz. Nach einigen Minuten macht er sich auf, dabei spielt sein Rollstuhl eine eigene Kopfsteinpflastermelodie.
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11. März 2009 - 17:42 Uhr

Große Brüder sind schon Underground, sobald sie die häuslichen Kellerräume beziehen. Sie sind Kumpanen der Kindheit, immer ein Stück voraus. Singen bereits englische Liedtexte, wenn Fremdsprache noch Fremdwort ist. Sie rebellieren, hören illegale Musik und bringen einen an abenteuerliche Orte. Für manche Mädchen sind große Brüder die erste Liebe. Deshalb können große Brüder einem das häßlichste Meerschwein der Stadt schenken und es im nächsten Sommer aus Versehen im Garten entwischen lassen. Große Brüder können Katzen ärgern ohne aufzupassen in welchem Arm die verärgerten Krallen landen. Sie können die Schokolade aus dem Adventskalender klauen. Große Brüder können einen beim Toben zum Weinen bringen und einen fallen lassen, während man nach einer Erdbeere greift. Große Brüder können schlechte Vorbilder sein. Große Brüder können sich alles erlauben. Bis zu einem gewissen Alter.
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3. März 2009 - 17:24 Uhr
Hier bloggt bald Denise. Komm wieder.
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